Erkundung einer ehemaligen Gartenanlage

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Aufgabe

Die bestehende Gartenanlage in einem Schlosspark sollte neu angelegt werden. Es gab zwar alte Planunterlagen mit verschiedenen Gartengestaltungen, jedoch war nicht klar, welche früher verwirklicht worden war. Deshalb sollte der Untergrund nach potentiellen Resten bzw. Anzeichen der früheren Wegesituation bzw. Gartengestaltung untersucht werden.

 

Messprogramm

• Georadarkartierung

 

Vorgehensweise/Ergebnis

Zunächst war fraglich, ob überhaupt noch Wege- und andere bauliche Reste im Untergrund vorhanden sind. Es musste angenommen werden, dass sich die frühere Gartengestaltung nur noch durch geringe Bodenveränderungen bemerkbar macht.

Dies bedeutet einen hohen Anspruch an das Detektionsvermögen des Radars. Andererseits war die erforderliche Tiefenreichweite von weniger als einem Meter nur gering und zudem lagen durch die Rasenfläche günstige Messbedingungen vor, die eine schnelle Messwertaufnahme erlaubten.

Im Test verschiedener Sensoren erwies sich ein mittel- bis hochfrequenter Radarsensor am geeignetsten, die nur sehr flach liegenden Garten- und Wegereste zu erfassen. Mit ihm wurde im sehr engen Raster flächendeckend gemessen.

In den berechneten Zeitscheiben zeichnen sich die gesuchten Strukturen zwar schwach, aber nachvollziehbar ab. Störende Reflexionen kommen durch Wurzelwerk, erhöhte Bodenfeuchte unter den Bäumen und Sträuchern sowie besonders stark durch die bestehenden Wege zustande. Die Analyse der Daten in Form der Radargramme und der Zeitscheiben erlaubt aber trotzdem eine gute Rekonstruktion der früheren Situation.