Georadarerkundung einer geologischen Störung im Dolomit

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Aufgabe

Erkundung von Dolomitgestein nach mineralisierten geologischen Störungen.

 

Messprogramm
  • Georadarprofilierung

 

Vorgehensweise/Ergebnisse

Die hochfrequenten elektromagnetischen Wellen im Frequenzbereich des Georadars besitzen einerseits bei kompaktem, unverwittertem Festgestein mit geringer elektrischer Leitfähigkeit hohe Reichweiten. Andererseits bilden mineralisierte und wasserführende Störungen in solchem Gestein hohe Kontraste (Dielektrizität und Leitfähigkeit), die als Radarreflektoren wirken.

Es lagen begünstigte geologische Verhältnisse vor (zu erwarten waren bleierz- und zinkblendehaltige Mineralisierungen).
Zur räumlichen Erfassung von möglichen Störungen wurden Georadarmessungen entlang der Stollenlängsachse sowohl auf der Sohle, den Ulmen als auch auf der Firste ausgeführt (siehe Abb. 2). Die Abbildung 3 zeigt ein gemessenes und aufbereitetes Sohl-Radargramm. Deutlich ist darin ein geneigtes Reflexionsband zu sehen. Der zugehörige Reflektor steigt aus einer Tiefe von ca. 25 m bis zur Stollensohle hin an. Dort ist er als mineralisierte Störung erkennbar.

 

Fazit

Aufgrund der guten Reichweite im Festgestein konnte mit Georadar der räumliche Verlauf einer Störung im Dolomit hoher Auflösung erfasst werden.