Radaruntersuchung an dickem, alten Mauerwerk

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Fall A
Aufgabe

Hohlraumdetektion in 2 m dickem Mauerwerk

 

Messprogramm
  • flächige Radarkartierung

 

Vorgehensweise/Ergebnisse

Auf der Außenwand des eingerüsteten historischen Gebäudes (Bergfried) wurden flächige Radarmessungen mit einem mittelfrequenten Sensor (500 MHz) durchgeführt. Hierzu wurden vertikale Messlinien mit geringem Abstand von 40 cm abgefahren.
Das Sichtmauerwerk bestand aus Bruchstein mit sehr rauer Oberfläche. Die Mauerwerksfugen waren teilweise stark ausgewaschen. Durch diese inhomogenen Verhältnisse wird das Radarsignal gestreut. Im Bereich des Salzhorizontes werden die Signale, bedingt durch die erhöhte elektrische Leitfähigkeit, verstärkt absorbiert. Obwohl damit eher ungünstige Messbedingungen vorlagen, konnte ein Treppenaufgang in der Mauer sehr gut detektiert werden.

 

Fall B
Aufgabe

Strukturelle Übersicht und Dicke einer Stützmauer

 

Messprogramm
  • Radarprofilierung

 

Vorgehensweise/Ergebnisse

Die Stützmauer wurde entlang vertikaler Messprofile abgefahren. Der Abstand betrug wenige Meter. Mit diesem Messprofilabstand ist zwar eine repräsentative jedoch noch keine völlig flächendeckende Aussage möglich. Aufgrund der hohen Feuchte- und Salzbelastung im Baustoff erwies sich ein mittel- bis tieffrequenter Sensor (200 MHz) als am günstigsten.
Durch die Untersuchung konnte die Dicke der Stützmauer ermittelt werden. Des Weiteren deuten sich Schalengrenzen in den Radardaten an. An einer Stelle wurde ein Hohlraum detektiert. Die Kalibrierung der Radarmessung erfolgte durch Bohrungen.